Niederlehme - Wiesenhof muss Schlachtkapazität verringern


Eben gelesen in der Märkischen Allgemeinen

Das Oberverwaltungsgericht hat die Teilstilllegung des Niederlehmer Geflügelschlachtbetriebs Wiesenhof bestätigt. Damit muss Wiesenhof seine Schlachtkapazitäten deutlich verringern. Niederlehme. Der Wiesenhof-Konzern hat im Streit um die Erweiterung des Schlachthofs in Niederlehme eine weitere Niederlage einstecken müssen. Wie jetzt bekannt wurde, hat das Oberverwaltungsgericht eine Beschwerde von Wiesenhof gegen die im vorigen Jahr angeordnete Teilstilllegung des Betriebs abgewiesen. Damit muss Wiesenhof seine Schlachtkapazitäten in Niederlehme deutlich reduzieren.

Kapazität auf 160000 Schlachtungen täglich erhöht

Der Lebensmittelkonzern Wiesenhof betreibt in Niederlehme einen Geflügelschlachtbetrieb, in dem 120 000 Hühner täglich geschlachtet werden dürfen. Nach zwei Großbränden in anderen konzerneigenen Betrieben hatte das Unternehmen die Schlachtleistung aber selbstständig auf 160 000 Tiere am Tag hochgesetzt. Diese Erweiterung wollte sich Wiesenhof später nachträglich genehmigen lassen.

Teilstilllegung durchs Landesumweltamt

Da es Probleme bei der Genehmigung gab, hatte das Landesumweltamt im Sommer vorigen Jahres eine Teilstilllegung verfügt und angeordnet, dass Wiesenhof seine Kapazität wieder auf 120 000 Tiere am Tag reduziert. Dagegen hatte der Konzern geklagt.

Oberverwaltungsgericht bestätigt Amtsentscheidung

Über die Klage ist im Hauptsacheverfahren zwar noch nicht entschieden, das zuständige Verwaltungsgericht und jetzt auch das Oberverwaltungsgericht haben aber in Eilverfahren die Sicht des Landesamts für Umwelt bestätigt und Wiesenhof zur Teilstilllegung verpflichtet. Das Unternehmen hat damit jetzt elf Wochen Zeit, um seine Kapazitäten wieder auf 120 000 Tiere pro Tag abzusenken.

Der agrarpolitische Sprecher der Grünen, Benjamin Raschke, hat die Entscheidung begrüßt. „Von der Entscheidung geht ein wichtiges Signal aus, nämlich dass sich auch ein Unternehmen wie Wiesenhof an die für alle geltenden Normen des Genehmigungsrechts halten muss. Ein Betreiber einer solchen Anlage kann nicht einfach Fakten schaffen, ohne auf die Entscheidung der Genehmigungsbehörde zu warten“, so Raschke.

Wiesenhof will auch diese Entscheidung nicht akzeptieren. Das Unternehmen lässt mitteilen, dass aktuell ein erneuter Antrag auf Aufschiebung der sofortigen Stilllegungsverfügung vorbereitet wird. „Seit der Antragsstellung im September 2017 haben sich die Voraussetzungen für die Genehmigungsfähigkeit verändert, so dass wir zuversichtlich sind, zeitnah alle Voraussetzungen für die Genehmigung zu erfüllen“, heißt es.

Von Oliver Fischer

Quelle: t.maz-online.de/Lokales/Teltow-Flaeming/Wiesenhof-muss-Schlachtkapazitaet-verringern

Euer Pelle 23.03.2018

 

KW STINKTS


Gericht bestätigt Teilstillegung von Wiesenhof

Vor einem halben Jahr hatte das Landesumweltamt angeordnet, dass der „Wiesenhof“-Schlachtbetrieb in Niederlehme seine Kapazitäten herunterfahren muss. Dabei bleibt es auch. Das Verwaltungsgericht Cottbus hat einen Eilantrag des Unternehmens abgelehnt. Die Lage war für die Richter offenbar eindeutig.

Quelle: Märkische Allgemeine 26.01.2018

 

Hallo Freunde, Ick hab ja geschrieben, lange wird dit nächste Thema nich uf sich warten lassen! Quasi vor unserer Haustür werden täglich tausende gefiederte Freunde massenweise zu Tausenden im Sekundentakt abgeschlachtet.

Produziert wird alles Federvieh nach eigener Darstellung des Unternehmens (Webside) massenhaft in eigenen Brütereien ohne jemals ihre Mama kennen gelernt zu haben. Weiter jehts im Anschluss gerade mal einen Tag alt per Fließband und LKW in die nächsten Riesenanlagen. Am Ende werden Hühnchen, Entchen & CO aus janz Deutschland zusammen gekarrt, um dann letztlich kopfüber einjehängt und jeschlachtet zu werden. Danach kann man sie in allen Variationen zum Zwecke der maximalen Gewinnausbeute in großen Lebensmitteldiscountern zum günstigsten Preis wieder finden.

Hier in Niederlehme müssen dit so 129.000 täglich!!! gefiederte Freunde sein. Da dit dem Unternehmen immer noch zu wenig is, wollen die ihre Schlachtleistung noch mächtig erhöhen. Wenn dit also nach denen jeht sollen hier in Niederlehme mal 240.000 Stück am Tag durch die Schlachtanlage jehn.

Ihr müsst Euch vorstellen wat so ein Riesenbetrieb an Energie und Wasser brauch, vor allem aber wat millionenfach an Schad- und Abfallstoffe entsteht: Lärm, Geruch, Abwasser, Grundwasserentnahme, Kanalisation...

Ausmaße für Eure Natur und Umwelt sind jetzt schon janz deutlich sichtbar. Deshalb haben sich 22 mutige Bürger - und dit find ick richtig jut - zusammen jeschlossen und haben sich stark jemacht.

www.kw-stinkts.de/ueber-uns/

Die konnten mit weiteren Mitstreitern und Einwendungen am 20.6.2017 eine Teilstilllegung erwirken, welche wie ick grade eben freudig in der MAZ gelesen habe vom Verwaltungsgericht Cottbus bestätigt wurde.

www.maz-online.de/Lokales/Teltow-Flaeming/Gericht-bestaetigt-Teil-Stilllegung-von-Wiesenhof

Natürlich hat ne Konzernsprecherin gleich wieder rechtliche Schritte ajekündigt und der Wahnsinn hat damit noch keen Ende.

Wenn ick so drüber nachdenke ist dit allet janz schön traurig. Da wirste so als kleenet Kücken geboren, lernst Deine Mama nie kennen, kommst ufs Fließband, ab in LKW, dann überall Massen an Leidensgefährten. Im Leben keen Baum, keen Strauch, keen Grashalm jesehn und dann ufjehängt und abgeschlachtet. Du meine jüte da kullern mir dicke Kaninchentränen übers Fell.

Und wat bleibt am Ende für Euch Zweibeiner? Gestank und Lärm, verjauchte Erde, verseuchtes Grundwasser, Krankheiten, Lebensmittelskandale noch und nöcher! Leute da müsst Ihr Euch stark machen, kooft nich so armet Federvieh und ick sag mir:

MASSENTIERHALTUNG - TIERFABRIKEN - SCHLACHTANLAGEN NEE DANKE!

Euer Pelle - 28.01.2018